mini meIch bin in dieser Stadt geboren als sie noch Karl-Marx-Stadt hieß. Seitdem ist Chemnitz meine Heimat. Auch wenn ständig von Überalterung und Leerstand geredet wird, sehe ich hier sehr viel Potential – denn wo viel brach liegt, bieten sich Spielräume für neue Ideen.

Schon lange bringe ich mich aktiv in Chemnitz ein. Zuletzt als Mitorganisator des Kultursommers auf dem Brühl, aber auch beim Jugendforum, Protesten gegen die Polizeiverordnung und anderer Projekte. Nun möchte ich mich im Stadtrat einbringen, um damit Chemnitz neue Impulse zu geben.

Außenwirkung

Durch meinen beruflichen Hintergrund liegt mir natürlich der Bereich Stadtmarketing am Herzen. Hier gilt es neue Wege zu finden, um Chemnitz nach Außen attraktiv darzustellen. Dazu gehören aber auch politische Reformen, um Existenzgründer und Fachkräfte von einer Ansiedlung zu überzeugen. Darum ist es mir auch wichtig auf die Belange der Kreativen aufmerksam zu machen und ihre Vernetzung mit Industrie und Handwerk zu unterstützen.

Mitbestimmung

In meinem Arbeitsumfeld ist Offenheit selbstverständlich. Man tauscht sich viel aus und stellt anderen die eigenen Arbeitsergebnisse zu Verfügung. Diese Offenheit erwarte ich auch von einer Stadt. Schon im Vorfeld wichtiger Entscheidungen sollten sich Bürger durch objektive Fakten ein eigenes Bild machen können, welches sie dann in Sprechstunden mit Stadträten diskutieren können. So entsteht der lange vernachlässigte Dialog zwischen den Einwohner und ihren Vertretern. Außerdem sollten Entscheidungen von Stadtrad oder Verwaltung offen und nachvollziehbar kommuniziert werden.
In den letzten Jahren wurden schon viele Weichen für mehr Bürgerbeteiligung gestellt, jetzt müssen wir neue Formen finden, damit alle Bürger, auf ihre Weise, zur Zukunft der Stadt beitragen können. Kein Bürger soll das Gefühl haben, übergangen oder ausgeschlossen worden zu sein.

Kultur

Für mich gehört kommunaler Besitz den Einwohnern. Darum sollten alle Schätze der Stadt auch allen Einwohner zugänglich sein. Egal ob alte Schriften der Bibliothek oder der Fundus der Kunstsammlungen. Für einen breiten Zugang zu Kunst und Kultur, sollten wir einen Weg finden, wie diese Werke allen zugänglich gemacht werden können, anstatt ungesehen in Archiven in Vergessenheit zu geraten.

Stadtentwicklung

Der Brühl ist eine dieser Brachflächen, die so unglaublich viel Potential haben. Ich wünsche mir ein Viertel, in dem Toleranz und Solidarität gelebt werden. Wo aktives Leben und Erholungsfunktion durch Rücksicht in Einklang kommen und man sich nicht nur vom Sehen her kennt. Unterschiedliche Interessen der Menschen und positive Effekte für die ganze Stadt müssen unter einen Hut gebracht werden. Dabei schweben verschiedene Ideen im Raum, wie der Brühl aussehen könnte und es wird ein spannender Prozess den ich mitgestalten möchte.

Moderne

Auch in Chemnitz hat Google 2010 für StreetView Daten gesammelt. Jedoch ist unsere Stadt noch immer nicht digital zu erkunden. Wir stehen hier hinter Dresden und Leipzig zurück! Diese Funktion mag kaum noch im Fokus der Öffentlich zu stehen, aber sie ist ein touristisches Aushängeschild und verbessert die Außenwirkung der ganzen Stadt. Um dies zu ändern, möchte ich erreichen, dass wir als Stadt offiziell darum bittet, die gesammelten Daten endlich zu veröffentlichen.

Mobilität

Chemnitz ist sehr Auto-fokussiert, was sich schwer mit einer dezentral organisierten Universität verträgt und unser Radwegenetz ist ein Witz verglichen mit vielen anderen Städten. Für die Natur und unsere Gesundheit ist die aktuelle Verkehrsplanung ein Fiasko. Auf den Hauptverkehrsstraßen würden grüne Wellen die Abgasbelastung senken, genau so wie ein attraktiverer ÖPNV. Außerdem ist deutlich mehr Bürger(Nutzer-)beteiligung bei der Planung des Radwegenetztes erforderlich. Dazu braucht es kreative Ideen und Mut.

Ich bin mir sicher, dass ich die Zukunft der Stadt mit meinen Erfahrungen und Fähigkeiten mitgestalten kann und hoffe auf das Vertrauen der Bürger in Bernsdorf, Erfenschlag, Lutherviertel, Reichenhain und Zentrum.

In der Wahlkampfzeit und darüber hinaus freue ich mich auf den Dialog mit den Einwohnern. Egal ob bei Twitter, per Mail oder persönlich bei den Wahlveranstaltungen.